Willkommen auf der Projektseite ZEonline!

Mit der Einführung einer Zentralen Kaufpreissammlung (ZKPS) 2017 in NRW erfolgte ein erster Schritt zu einer erforderlichen Standardisierung in der Wertermittlung. Die in der ZKPS ausgewerteten und gespeicherten Daten basieren auf dem Inhalt von Kaufverträgen, Erhebungsbögen sowie kommunalen Daten (Bauakten, Planungsrecht, etc.) und eigenen Recherchen. Insbesondere die Informationen aus den Erhebungsbögen spielen hierbei eine besondere Rolle, da diese wertvolle Informationen für die Ableitung von für die Wertermittlung erforderlichen Daten beinhalten.

Die Erhebung und Verwendung dieser Inhalte mittels der Erhebungsbögen erfolgt bis dato fast ausschließlich auf analoge und sehr heterogene Art und Weise. Jeder Gutachterausschuss im Land NRW hat eigenskreierte Erhebungsbögen und es werden nur bedingt vergleichbare Informationen abgefragt. Dies läuft somit dem Zweck einer notwendigen, einheitlichen Standardisierung in der Wertermittlung entgegen. Zur Beseitigung dieses Missstandes und als weiterer notwendiger Schritt zu einer verbesserten Vergleichbarkeit, Einheitlichkeit und Standardisierung in der Ermittlung von Grundstückswerten in NRW soll die Einführung eines zentralen, digitalen Erhebungsbogens und ein digitaler Datenfluss unter dem Projektnamen „ZEonline“ entwickelt werden.

Die digital erfassten Informationen aus den Erhebungsbögen sollen nach einer vorherigen Qualifizierungsprüfung so weit wie möglich voll bzw. teilautomatisiert in die ZKPS eingepflegt werden. Ein erfolgreich realisierter automatisierter Datenfluss von der Erhebung über die Qualifizierung bis zur Einspeisung der Daten in die ZKPS aller für die Wertermittlung erforderlicher Daten sorgt bei den Gutachterausschüssen für Grundstückswerte im Land NRW für eine Aufwands- sowie Kostenreduzierung und eine deutliche Qualitätsverbesserung. Mit den standardisierten, digitalerhobenen und ausgewerteten Daten kann der gesetzliche Auftrag zur Schaffung von Transparenz auf dem Immobilienmarkt in NRW besser als bisher erfüllt werden. Die damit verbundene Reduzierung des Personalaufwandes bei den Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse im Land NRW soll für die Einführung, Fortschreibung und digitale Bereitstellung von Immobilienrichtwerten verwendet werden, um auch durch diese erforderlichen Daten eine verbesserte Transparenz auf dem Grundstücksmarkt zu schaffen.

Außerdem kommen mit der Grundsteuerreform (Eckpunktepapier des Bundesfinanzministers) erweiterte Anforderungen an die Qualität der Bodenrichtwerte auf die Gutachterausschüsse zu, die mit gleichem Personal nur durch die Reduzierung des Personalaufwandes in anderen Bereichen erfüllt werden können. Durch die Kooperation dreier Leitkommunen sowie eines Kreises im Verbund mit wissenschaftlicher Begleitung durch eine Hochschule soll ein wegweisendes und innovatives Digitalisierungsprojekt im Rahmem der Digitalisierungsoffensive im Land NRW umgesetzt werden.